2009 – 13.04. – „Double“ für Team Fecker/Lietz

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„Double” für neues Team Fecker/Lietz

Attendorn. „Papa hat jetzt gerade keine Zeit für dich, der ist jetzt wichtig”, sagte Sebastian Feckers Frau, Nina, am Sonntagabend lachend ihrem Sohn, während „Papa” seinen Pflichten als neuer Poskevatter der Niedersten Poorte nachkam.

Seit März dieses Jahres ist Sebastian Fecker der „erste Mann” der traditionsreichen Poorte und, obwohl er zuvor bereits neun Jahre unter Walter Wüseke stellvertretender Poskevatter war, war für ihn, ebenso wie für seinen jetzigen Stellvertreter, Andreas Lietz, dieses Osterfest ein Besonderes.

Wenn Poskevatter Fecker am Karsamstag zunächst noch meinte: „Es ist nicht viel anders als sonst“, so hatte er schon bald die – im wahrsten Sinne des Wortes – erste Unebenheit in seiner Karriere als Poskevatter der Niedersten Poorte zu bewältigen. Andreas Lietz sah dem Ganzen mit mehr Aufregung entgegen: „ Morgen Abend, nachdem das Kreuz aufgestellt ist, kommt erst die Erleichterung.”

Nachdem das erste potenzielle Osterkreuz am Boden lag, stellte Stellvertreter Lietz schnell fest, dass es zwei Mal irreparabel gebrochen war, weil eine Bodenwelle unterschätzt worden war. Den beiden Poskevätter blieb nicht viel Zeit zum Nachdenken, denn andere Poorten hatten bereits den Weg zur Hubertushütte angetreten, und so entschieden sich Fecker und Lietz schnell dafür, ihren „eigentlichen Wunschbaum” zu fällen, der zunächst aufgrund seiner schlechten Lage nicht genommen worden war.

Beim Ansetzen der Säge am Baum bekam Sebastian Fecker noch beratenden Beistand von Ehrenposkevatter Walter Wüseke, bei den restlichen Anweisungen zeigte sich aber dann, dass Fecker schon „seit er denken kann” dem Osterbrauch beiwohnt. So animierte er seine Poskebrüder fast schon routiniert, die gewaltige Fichte, „von der man in 20 Jahren noch träumt“, so Walter Wüseke, in kürzester Zeit und auf engsten Raum zu fällen.

Mit einer Länge von 34,82 Metern und bei 1,62 Metern Umfang wurden die Mühen mit dem Sieg beim anschließenden Kreuze vermessen auf dem Marktplatz belohnt. Hatten Fecker und Lietz nach der ersten Tanne noch von einem „beschi…enen Einstand“ und einer „herben Enttäuschung“ gesprochen, waren sie später umso stolzer „gleich im ersten Jahr doch noch eins der größten und dicksten Kreuze der letzten Jahre zu haben”.

GelungenesTeamwork beim Kreuz aufstellen

Ihre Erfahrung kam den Poskevättern auch beim Kreuzaufstellen am Ostersonntag wieder zugute, wobei ein weiteres Mal „Teamwork” gefragt war. Sebastian Fecker kommandierte das Anheben des Kreuzes, Andreas Lietz sorgte dafür, dass das Kreuz in seiner Befestigung verankert wurde und Walter Wüseke kommandierte die Seile, bis das Kreuz hoch oben über der Attahöhle stand.

„Wir haben zwar jetzt weniger körperliche Arbeit, aber wesentlich mehr Verantwortung”, fasste Andreas Lietz zusammen. „Man muss jetzt eher zusehen, dass alles läuft, aber die supergute Unterstützung der Poskegebrüder und des restlichen Vorstands macht das alles erheblich leichter”, lobte „Sebi” Fecker seine „Truppe”.

Ein lichterloh brennendes Osterfeuer bewies, dass sowohl die neuen Poskvätter, als auch der Rest der Niedersten Poorte sehr gute Arbeit geleistet hatten.

(Quelle: DerWesten.de/Westfälische Rundschau vom 13.04.2009)